DXer sind Jäger und Sammler. Selbst wenn man - wie ich - das "Sammeln" von Diplomen und den Kampf um Plätze in den "Charts" längst ad acta gelegt hat: Jäger bin ich stets geblieben, QSLs sammle ich nach fünfzig Jahren als Funkamateur immer noch mit derselben Leidenschaft wie am ersten Tag. Und nach wie vor ist es mir wichtig, über das erarbeitete DX nicht den Überblick zu verlieren und mir den Stand der Dinge jederzeit vor Augen zu führen zu können: ebenso lückenlos wie zuverlässig wie anschaulich-übersichtlich und ohne großen Zeitaufwand. In den neunziger Jahren hatte ich zur Unterstützung meiner Arbeit mit psychologischen Tests und programmierten Sprachprüfungen in Visual DBase (nicht zu verwechseln mit Visual Basic) zu programmieren begonnen und, sozusagen zur Übung, den DXHawk, ein schon recht aufwändiges Programm zur Verwaltung meiner DXCC- und CQDX-Award-Daten, geschrieben. Vernünftige Logbuch-Programme waren mir damals nicht unter die Augen gekommen, und/oder sie vermochten meine Ansprüche, vor allem den Anspruch auf Zuverlässigkeit, nicht so recht zu erfüllen. Der DXHawk mit seinen ungezählten Verbesserungen begleitete mich mehr als ein Jahrzehnt lang, ließ mich nie den Überblick verlieren, lieferte mir, wann immer ich wollte, präzise Berichte über das Gearbeitete, Noch-zu-Arbeitende, über QSL-Eingänge und -Außenstände (einschließlich entsprechender Mahnverfahren), über band- und modepoints, Honor Roll und vieles mehr. So weit, so gut – bis WINDOWS XP mich immer häufiger und immer vorwurfsvoller daran „erinnerte“, dass es vielleicht an der Zeit sei, auch das verwendete Visual DBase einmal auf den neuesten Stand von Datenverarbeitung zu bringen. Einfacher gesagt als getan! Visual DBase hatte inzwischen mehrfach den „Besitzer“ gewechselt, sich nach Japan verzogen und dann wieder zu BORLAND zurückgefunden. Auf seinen merkwürdigen Wegen war das Programm, einschließlich runtime module (um es auch veröffentlichen zu können), sündhaft teuer geworden – zu kostspielig und unrentabel für einen Amateurfunk treibenden Rentner mit den eher trivialen Bedürfnissen des Verwaltens und Berichtens von DX-Daten. Also musste etwas Neues her. Warum z. B. nicht eine einfache EXCEL-Anwendung „schreiben“, wenn man denn ohnehin keine große Lust mehr verspürte, ein „richtiges“ Programm zu kodieren? Die Kröte mit der Neueingabe aller Daten – inzwischen hatte ich sämtliche current entries und eine erdrückende Menge bandpoints gearbeitet – war relativ einfach zu schlucken, als ich eine recht zuverlässige Form der „Datenübertragung“ vom DXHawk zum DXShuttle fand. Nun liegt so etwas wie eine schon recht erprobte Fassung des DXShuttle vor, und jeder, der die deutsche Version des Tabellenkalkulationsprogramms EXCEL von MICROSOFT auf dem Computer hat, kann das DXShuttle, wenn er möchte, selbst bei bescheidenen EXCEL-Kenntnissen – über Grundkenntnisse sollte man aber doch verfügen! - benutzen. Wenn man etwas routinierter mit EXCEL, insbesondere seinen Tabellenfunktionen, umzugehen weiß (und sowas kann man ja lernen...), lässt sich das DXShuttle sogar ganz nach eigenen Wünschen verändern, abändern und erweitern, vielleicht sogar ein Stückchen weit perfektionieren. Eigentlich sollte das DXShuttle nur mir selbst gute Dienste tun. Erst das Interesse des einen oder anderen befreundeten OMs an dieser Arbeitshilfe hat mich auf die Idee gebracht, mein Understatement nicht auf die Spitze zu treiben. Vielleicht kann diese Anwendung außer mir ja noch anderen DXern verlässlicher Partner sein... Und wenn nicht: dann ist auch nichts verloren! Probieren Sie das DXShuttle doch einfach einmal aus. Überfliegen Sie in einer stillen Stunde das Handbuch zum DXShuttle, um sich mit den Möglichkeiten und Funktionen der Arbeitshilfe vertraut zu machen. Vielleicht tragen Sie dann ein paar Dutzend Ihrer DX-Erfolge in die Tabellen ein und schauen, was das "Programm" für Sie errechnet und dargestellt hat und ob es Ihnen eine Hilfe sein kann. Sollten Sie finden, dass z. B. Ihr Logbuchprogramm das alles besser oder gleich gut macht - niemand kann Sie zwingen, auf das DXShuttle aufzuspringen. In diesem Sinne, mit herzlichen 73 und gut DX! Hadi Teichmann, DJ2PJ PS: Übrigens funktionieren sowohl das DXShuttle wie das IOTAShuttle auch mit nicht-deutschsprachigen EXCEL-Varianten einwandfrei. Gary, G7USC, hatte es übernommen, dies mit der englischen Variante von EXCEL ausführlich zu testen. Herzlichen Dank dafür! Zum Herunterladen:
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